Genossenschaft

Im Juni 2009 wurde die Photovoltaikgenossenschaft Bad Salzdetfurth von einer Gruppe interessierter Bürger aus dem Stadtgebiet gegründet.
Die mehr als 60 Gründungsmitglieder haben sich zusammengeschlossen, um in dieser Form einen sicht- und messbaren Beitrag zur lokalen Energieerzeugung zu leisten.
Warum eine Genossenschaft?
Der Zusammenschluss zu einer Genossenschaft erlaubt die Investition in grössere und damit auch wirtschaftlichere Anlagen. Die anfallenden Fixkosten (z.B. für den Anschluss zur Einspeisung in das öffentliche Netz und die Überwachung) entstehen nur einmalig pro Anlage. Darüber hinaus können Standort und Grösse der Anlage optimal gewählt werden, wie es sonst dem Einzelnen nicht möglich wäre.

Die Konstruktion als Beteiligungsgenossenschaft sorgt für den rechtlichen Rahmen.

Wer sollte sich beteiligen?
Wenn Sie schon selber mit dem Gedanken gespielt haben, sich eine Photovoltaikanlage anzuschaffen, aber an den vielfältigen Bedingungen für deren wirtschaftlichen Betrieb gescheitert sind, dann ist eine Bürgersolargenossenschaft genau das Richtige. Sie beteiligen sich durch die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen an den genossenschaftlichen Anlagen und werden in der Folge an deren Überschüssen beteiligt.

Wer kann sich beteiligen?
Mitglied werden kann jeder. Der Vorstand behält sich aber das Recht vor, eine Beteiligung abzulehnen.

Wie hoch ist die Beteiligung?
Der Geschäftsanteil beträgt 100€. Es sind mindestens 5 Anteile (=500€) zu zeichnen. Es können höchstens 200 Anteile (=20.000€) erworben werden. Die Begrenzung nach oben soll die Genossenschaft vor dem zu grossen Einfluss Einzelner schützen.

Wer vertritt die Genossenschaft?
Auf der Gründungsversammlung wurde ein Aufsichtsrat gewählt, der wiederum einen geschäftsführenden Vorstand bestellt hat. Dieser 1.Vorstand der Photovoltaikgenossenschaft Bad Salzdetfurth (Herr Räther und Herr Lausen) vertritt die Genossenschaft in allen rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten. Der Vorstand legt auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung Rechenschaft über den Geschäftsverlauf ab.

Der Businessplan der Genossenschaft:
Die Genossenschaft sammelt Kapital und investiert es durch den Bau von Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet Bad Salzdetfurth. Die Abnahme des erzeugten Stroms ist durch das "erneuerbare Energiengesetz" (EEG) zu einem festen Betrag und für einen festen Zeitraum (20 Jahre) garantiert.

Wie hoch ist die Rendite?
Die Beteiligung an einer Bürgersolargenossenschaft kann neben allen ideellen Gründen auch als reine Kapitalinvestition gesehen werden. Als solche müssen wir leider konkrete Zahlen über die zu erwartende Rendite schuldig bleiben, solange die Kostenseite nicht vollständig geklärt ist. 

Allerdings gibt es eine gewisse, vorsichtige Erwartungshaltung, die bei etwa 3% liegt. Wem das zu wenig erscheint, der sei an die Finanzkrise 2008/2009 erinnert. Inzwischen haben wir alle (?) gelernt, das hohe Renditen immer auch an hohe Risiken gekoppelt sind -- und umgekehrt.

Im Falle der Photovoltaikgenossenschaft kann man sich seine Investition sogar vor Ort anschauen und weiss damit, wo das Geld geblieben ist.

Was ist, wenn ich das Geld brauche (Kündigung der Beteiligung)?

Jedes Mitglied kann seine Mitgliedschaft zum Schluss eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer Frist von zwei Jahren schriftlich kündigen.


Risiken der Genossenschaft:
Abgesehen vom Wetter, das sich langfristig eher zu unserem Gunsten (Stichwort: Klimawandel) entwickeln dürfte, birgt die Photovoltaikgenossenschaft auch einige Risiken:
  1. Der Absatz ist durch das EEG für 20 Jahre festgeschrieben.
    Das bedeutet aber auch, das er sich im Laufe dieses Zeitraumes nicht erhöhen wird, um die Inflationsrate auszugleichen. Der langfristige wirtschaftliche Erfolg setzt also eine stabile Währung voraus. Das gilt im übrigen ganz allgemein auch für die meisten anderen Unternehmen.

  2. Sturm- und andere Katastrophen.
    Natürlich kann die Photovoltaikanlage nur dann Geld verdienen, wenn Sie nicht durch ein Naturkatastrophe  beeinträchtigt wurde. Gegen dieses Risiko wird die Anlage versichert sein.

  3. Technische Ausfälle der Anlage.
    Vielfach garantieren die Hersteller der Komponenten im Rahmen einer (erweiterten) Gewährleistung dafür. Um technische Probleme frühzeitig erkennen zu können, wird die Anlage mit einem Überwachungssystem ausgestattet sein, das eine Fernalarmierung möglich macht. Auf der finanziellen Seite wird zur Beseitigung möglicher Probleme eine Rücklage gebildet.
Satzung der Genossenschaft:
Wer es genauer wissen möchte, der sei auf die Satzung hingewiesen. Die Satzung der Photovoltaikgenossenschaft Bad Salzdetfurth kann im Downloadbereich heruntergeladen werden.

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